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Freude bei den Arakanern

Die Arakaner, die aus Myanmar (Burma ist der ehemalige Name des Landes) in Folge von Unterdrückung, Misshandlung und Diskriminierung nach Süden von Bangladesch geflüchtet sind, versuchen in den Flüchtlingslagern in sehr schlechten Verhältnissen zu überleben.

In 2007 hat die humanitäre Hilfsorganisation WEFA die Arakaner in Bangladesch besucht und dort seitdem viele Hilfsprojekte durchgeführt. Einige dieser Hilfsprojekte waren die Eröffnung von Wasserbrunnen, Durchführung von Augenoperationen, Unterstützung der Waisen. In diesem Ramadan werden 250 Familien Iftar-Pakete verteilt und jeden Tag 100 Personen kollektive Iftaressen gespendet.

 

Die Bevölkerungsanzahl von Myanmar (früher Burma) beträgt 50 Millionen. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Buddhisten und nur 15 % sind Muslime. Die Mehrheit der Muslime leben im Bezirk Arakan in sehr schlechten Verhältnissen.

                                      

Reich an Naturschätzen und Öl in der Region, wurde im Jahre 1430, im Bezirk Arakan, eine islamische Regierung gegründet. Durch die buddhistische Besatzung endete die islamische Regierung nach 350 Jahren. Bis zum Jahre 1784 war Arakan unabhängig, danach wurde das Land bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einer britischen Kolonie.

 

In den 20.er Jahren wuchs die Anzahl der Muslime. Im Jahre 1942 fand der Völkermord an 100.000 den von Muslimen statt, die in Arakan lebten. Diejenigen, die überlebten, waren gezwungen zu fliehen.

 

Muslimische Frauen wurden auf Lagerplätze verschleppt und dort vergewaltigt. Den Frauen, die infolge der Vergewaltigungen schwanger wurden, wurde die Zwangsheirat mit buddhistischen Männern aufgezwungen. Dörfer wurden vernichtet, Häuser wurden zu Gefängnissen und obdachlose Menschen standen der Armut gegenüber.

Schulen, Moscheen und ähnliche Einrichtungen der Muslime wurden verschlossen. Die Moscheen wurden entweder zu buddhistischen Tempel oder in Freizeitzentren umgewandelt. Die islamische Pilgerfahrt, das gemeinsame Gebet sowie andere Gottesdienste wurden verboten. Viele Muslime mussten ihre Heimat, aufgrund der gegen sie ausgeübten Gewalt und Unterdrückung, verlassen. Obwohl viele Muslime ausgewandert waren, bildeten sie im Gebiet Arakan immer noch die Mehrheit, daher erhöhte Ne Win das Ausmaß seiner Gewaltherrschaft und ließ willkürlich Menschen festnehmen und folterten. Infolge dieser unmenschlichen Handlungen mussten Millionen Menschen ihre Heimat Arakan verlassen.

 

Nach, von Menschenrechtsorganisationen, vorliegenden Berichten, sind alleine in den Jahren 1962-1984 bis zu 20.000 Arakaner getötet worden. Ihre Besitztümer wurden  konfisziert und ihre  Frauen verschleppt und vergewaltigt. Noch heute brauchen Arakaner, um Heiraten zu können, Kinder bekommen zu können, reisen oder besucht werden zu können, ihren Besitz verkaufen oder andere Aktivitäten durchführen zu können, eine Genehmigung, seitens der buddhistischen Regierung. In Arkan herrscht große Wassernot. Strom bekommen diese Menschen nur zwischen 19 und 22 Uhr. Das Benutzen von Internet oder anderen Kommunikationsmitteln ist ihnen strengstens untersagt. Arakaner dürfen nur in die Grundschule gehen, eine höhere Bildung ist für sie verboten. Für die Weiterbildung ist das Übergehen in die buddhistische Religion vorausgesetzt.

 

Das Fehlen der Kommunikation mit der Außenwelt ist das größte Problem für die Menschen in Arakan, da sie ihre Situation und die Schreckensherrschaft unter der sie leiden, nicht bekanntgeben können. Die Regierung verbietet das Einfahren in das Land. Auch beim Einreisen mit dem Flugzeug, ist das Eintreten von Fremden in vielen Bezirken verboten. So ist die herrschende Gewalt der Buddhisten, die sie an den Muslimen ausüben, nicht sichtbar.

 

Die Menschen die aus Myanmar geflüchtet sind, stehen einem harten Schicksal gegenüber. Sie werden in Bangladesch nicht als Flüchtlinge anerkannt und auch sonst gewährt ihnen Bangladesch keinerlei Hilfen, da es selbst zu den ärmsten Ländern zählt und auf Hilfe von Außen angewiesen ist.

 

Die Muslime auf der Welt, müssen den Hilfeschrei der Arkaner und Bangladescher hören. Diesen Menschen, in Myanmar und in Bangladesch, muss dringend geholfen werden. Allah swt befiehlt uns, den Menschen, die in Not sind, in Armut leben oder von ihren Wohnstätten und Heimatorten vertrieben wurden zu helfen. Es ist die Aufgabe eines jeden Muslims, sich um das Leid dieser Menschen zu kümmern, ihnen zu helfen und ihnen mit Güte, Barmherzigkeit und Liebe zu entgegnen.

 

Den Beweis dafür finden wir im Kuran, wo Allah swt an vielen Stellen, den Gläubigen aufträgt, wie sie mit den, von ihren Heimstätten vertriebenen und den auf Allahs Weg ausgewanderten umgehen sollen:

„(Das gehört) den armen Auswanderern, die aus ihren Wohnstätten und von ihrem Besitz vertrieben worden sind, weil sie nach Huld von Allah und Wohlgefallen trachten und Allah und Seinem Gesandten helfen. Das sind die Wahrhaftigen.“ (Al-Haschr, Vers 8)

 

„Und diejenigen, die in der Wohnstätte und im Glauben vor ihnen zu Hause waren, lieben (all die,) wer zu ihnen ausgewandert ist, und empfinden in ihren Brüsten kein Bedürfnis nach dem, was (diesen) gegeben worden ist, und sie ziehen (die Flüchtlinge) sich selbst vor, auch wenn sie selber bedürftig sind. . Wer so vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist- denen ergeht es wohl. (Al-Haschr, Vers9)

 

Wie wir aus diesen und aus noch unzähligen anderen Ayat entnehmen können, sind die wahrhaftigen Gläubigen unter anderem diejenigen, die von ihrem Besitz an die Armen und Bedürftigen abgeben.

 

Wenn dies allen Muslimen bewusst wäre,  würden Flüchtlinge nicht so stark leiden!

 


 

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