Fleischverteilung in Tschad
Auch Bedürftige in Tschad haben von der diesjährigen Kurban-Kampagne der Humanitären Hilfsorganisation WEFA profitiert. Die Spenden der Wohltätigen aus Europa haben auch diese Menschen erreicht.
WEFA erlebt erneut die Freude, die Kurbanspenden der Wohltätigen aus Europa auch in Tschad an Bedürftige zu überbringen und bedankt sich bei allen wohltätigen Spendern.
Die Humanitäre Hilfsorganisation WEFA trifft die Vorbereitungen für die Kurban-Kampagne gewöhnlich zwei bis drei Monate zuvor. Dieser Prozess spielt dabei, dass alles einwandfrei verläuft, eine große Rolle. In dieser Phase werden die Länder, in denen der Schlachtungsvorgang durchgeführt wird, ausfindig gemacht, darunter zählen von Kriegen, Naturkatastrophen, Armut und Hungersnöten betroffene Gebiete. Gleichgültig wo auf der Welt sich diese Menschen befinden, ist es ebenso wie für sie auch für uns wichtig, sie an solchen besonderen Tagen zu erreichen.
Nach den Vorbereitungen werden unter Berücksichtigung der vergangenen Zahlen und Erfahrungen neue Daten festgelegt. Die Festlegung der Daten im Voraus ist besonders wichtig. Denn erst mit den Zahlen können wir auch in jedem Land, in dem geschlachtet wird, die Vorbereitungen treffen.
Anschließend beginnt die Phase der Bekanntmachung und Vorstellung der Kampagne. Die Hilfsteams, welche in die Regionen geschickt werden, werden bestimmt. Sie übernehmen durch diese Entscheidung besondere Verantwortung. Denn neben der Aufgabe, den Schlachtungsvorgang durchzuführen, repräsentieren sie eine Gesellschaft oder Denkweise. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass die Menschen dort, die von uns beauftragten Teams vielleicht ein einziges Mal in ihrem Leben sehen und sich von deren Haltung oder ihrem Benehmen ein Bild von uns verschaffen werden. Die Teams brechen nicht auf, um lediglich Fleisch zu verteilen, sondern um die Menschen kennenzulernen, mit ihnen vertraut zu werden, zu neuen Kenntnissen zu gelangen und neue Projekte in die Tagesordnung der Menschen in Europa zu tragen.
Unsere langjährige Erfahrung in Bezug auf die Organisation der Kurban-Kampagne zeigt die Bedeutung von lokalen Partnerorganisationen. Denn Partnerorganisationen erleichtern unseren Teams einerseits die Arbeit und bieten uns andererseits die Möglichkeit, auch an anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. In Bezug auf die Wahl der Partnerorganisationen ist man deshalb sehr vorsichtig.
Tschad
Die Republik Tschad mit ungefähr 10 Mio. Einwohnern hat eine Fläche von 1.284.000 km². Tschad ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Die Hauptstadt –zugleich die größte Stadt- des Landes heißt N’Djamena. Im Norden grenzt Tschad an Libyen, im Osten an Sudan, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun, Niger und Nigeria. Tschad erstreckt sich von der trockenen Wüste Sahara im Norden über die Klima- und Vegetationszonen des Sahels und des Sudans bis zum Bereich der Trockenwälder im äußersten Süden. Tschad schließt den östlichen Teil des Tschadbeckens mit dem größten Teil des Tschadsees ein. Das Becken (inkl. des Sees) nimmt einen Großteil der Landesfläche ein. Über das Tschadbecken erheben sich im Osten das Hochland von Ennedi (1.450 m) und Wadai, im Norden das Tibestigebirge mit 3.415 m im Emi Koussi.
Im 20. Jahrhundert wurde Tschad zur Kolonie Frankreichs. Am 11. August 1960 erhielt das Land seine Unabhängigkeit. Francois Tombalbaye wurde erster Präsident.
Durch die Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2001, 2005 und 2006 kam Déby an die Macht. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass im Land immer wieder Bürgerkriege ausbrachen.
Geographie
Das Land liegt in Zentralafrika im Süden Libyens. Die Nachbarländer sind; Kamerun (1.094 km), die Zentralafrikanische Republik (1.197 km), Libyen (1.055 km), Niger (1.175 km), Nigeria (87 km) und Sudan (1.360 km).
Im Süden des Landes herrscht ein nahezu tropisches, wechselfeuchtes Klima mit bis über 1.100 mm Niederschlag , während im Norden Wüstenklima mit großen täglichen Temperaturunterschieden und extrem seltenen Niederschlägen mit 20–40 mm Niederschlag im Jahr vorherrscht. Bekannte Bodenschätze des Landes sind Erdöl, Uran, Natron und Kaolin.
Bevölkerung
Ethnische Verteilung der Bevölkerung: Muslime (Araber, Toubou, Hadjerai, Fulbe, Kotoko, Kanembou, Baguirmi, Boulala, Zaghawa und Maba); Nichtmuslime (Sara, Ngambaye, Mbaye, Goulaye, Moundang, Moussei, Massa); Nichteinheimische 150.000 (1.000 Franzosen)
Religion: Muslime 55 %, Christen 35 %, Animisten 7 % und andere 3 %.
Sprachen: Französisch (Amtssprache), Arabisch (zweitwichtigste Sprache), Sara und Sango (im Norden). Gesprochen werden mehr als 100 Sprachen und Dialekte.
Wirtschaft
Aufgrund von politischen Konflikten, Dürreperioden, Bürgerkriegen, und der fehlenden Infrastruktur kann sich die Wirtschaft des Landes nicht weiterentwickeln. Rund 85 % der Bevölkerung leben vom Ackerbau und Viehzucht





