Ramadan in Tschad
Mit dem Motto „Wohltätigkeit öffnet alle Türen“ hat sich WEFA für das Projekt zum Fastenmonat Ramadan auf dem Weg gemacht. Die humanitäre Hilfsorganisation WEFA, die sich bemüht, die Spenden der Wohltätigen aus Europa in die entlegensten Winkel der Welt zu bringen, befand sich in diesem Ramadan auch in Tschad. Während des Ramadans wird WEFA mit der lokalen Partnerorganisation GAPA 1600 Personen Lebensmittelpakete zum Fastenbrechen (Iftar-Pakete) verteilen.
In den der Küchenkultur Tschads entsprechenden Iftar-Paketen sind Fleisch, Salz, Zwiebeln, Öl, Tomatenmark, Milch, Reis und Mehl vorhanden. Die Distribution findet in der 30 km von der Hauptstadt N-Djamena entfernten Stadt Daressalam statt. In der am dichtesten bevölkerten Stadt Daressalam führen 2000 Menschen ihr Leben unter sehr schwierigen und schlechten Bedingungen. In dieser Region werden 1600 Bedürftigen Iftar-Pakete verteilt.
Die Republik Tschad ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Sie grenzt an Libyen im Norden, Sudan im Osten, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun, Niger und Nigeria. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 11,7 %, Kindersterblichkeit bei 20 %. Auf jeweils etwa 50.000 Menschen kommt ein Arzt. Insbesondere die medizinische Unterversorgung ist ein Grund dafür, dass vor allem Malaria, aber auch Meningitis-, Cholera- und Masern-Epidemien jährlich tausende Todesopfer fordern. Die Bevölkerung Tschads setzt sich aus fast 200 verschiedenen Ethnien zusammen, von denen die meisten auch eigene Sprachen oder Dialekte sprechen. Etwa 9 % der Gesamtbevölkerung sind Araber. Über 55 % der Gesamtbevölkerung sind Muslime, hauptsächlich die der sunnitischen Richtung malekitischer Schule. 25 % der Bevölkerung hängen traditionellen afrikanischen Naturreligionen und ein weiteres Viertel dem Christentum an.
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