Wolldecken-Verteilung im Gazastreifen
Menschen im Gazastreifen, die ums Überleben kämpfen, müssen sich nun auch gegen die Kälte wehren. Die EU hat die Mittel für Stromgeneratoren versagt. Die Bevölkerung des Gazastreifens, die man versucht, vor den Augen der Welt zu vernichten, hat jetzt bei der eisigen Kälte keinen Strom mehr. Die Menschen sind ihrem Schicksal ausgeliefert.
WEFA verteilt Wolldecken
Die Humanitäre Hilfsorganisation WEFA setzt in Bezug auf den Gazastreifen die Hilfsleistungen fort. WEFA hat den Familien im Gazastreifen, die in diesen eisigen Tagen der Gefahr ausgesetzt sind, zu erfrieren, die Hand gereicht und angefangen, Wolldecken zu verteilen. Zunächst hat man 215 Familien mit Wolldecken versorgt. Mit Ihrer Unterstützung wird WEFA diese Aktion weiterführen. Mit einem Betrag in Höhe von 25 Euro können Wohltäter einer Familie in der Region eine Wolldecke für zwei Personen schenken.
Die Stadt ist der Kälte ausgeliefert
Mehmet Kaya, Zuständiger der IHH (TR)-Stiftung für Humanitäre Hilfe in Palästina, sprach folgendermaßen: „Ab diesem Donnerstag wird die Stromzufuhr ganz unterbrochen. Wir hatten zuvor täglich ohnehin höchstens acht Stunden Zugang zum Strom. Hier sind vier große Generatoren vorhanden. Obwohl sich der tägliche Bedarf des Gazastreifens an Heizöl auf 450 Tonnen beläuft, bekam die Stadt durch die EU täglich nur 150 Tonnen Heizöl und dies reichte lediglich für einen Generator aus. Nun verhindert man auch den Zugang zu diesem Heizöl. Das bedeutet, dass auch dieser Generator nicht mehr betrieben werden kann. Wir bekommen auch keine Gasflaschen mehr. Wir benötigen 240 Tonnen Gas pro Tag und bislang bekamen wir nur 100 Tonnen. Nun wird auch dies nicht mehr geliefert. Wir sind vollkommen der Kälte ausgesetzt.“
„Wir fühlen uns zutiefst gekränkt“
Ein palästinensischer Lehrer namens Ibrahim Najjar sagte Folgendes: „Wir sind wütend auf die ganze Welt, die uns bei dieser eisigen Kälte ohne Strom lässt und fühlen uns zutiefst gekränkt.“ Sie hätten bislang ohnehin nur beschränkten Zugang zum Strom. „Nun haben wir auch diese Möglichkeit nicht mehr. Ich weiß nicht, wie wir weiter vorgehen werden. Dies wird sich am stärksten auf Kinder und alte Menschen auswirken. Die Menschen werden sich nicht mehr wärmen können. Das ist nicht das einzige Problem. Davon wird alles betroffen sein“, fügte er seinen Worten hinzu.
Abwasser wird überall hinfließen
Da auch der Treibstofftransport eingestellt worden ist, können infolgedessen Abwasserpumpen nicht mehr betätigt werden. Dies wird dazu führen, dass das Abwasser überall hinfließen wird. Im Falle dessen werden im Gazastreifen Seuchen ausbrechen. Die Lage verschlechtert sich von Minute zu Minute. Aufgrund des Treibstoffmangels können Verletzte nicht mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Für den Transport benutzen die Menschen in letzter Zeit Kutschen, die von Zugtieren wie Eseln und Pferden gezogen werden.
Sie können das Projekt unterstützen
Die Humanitäre Hilfsorganisation WEFA, die zunächst 215 Familien mit Wolldecken versorgt hat, wird diese Aktion mit Ihrer Unterstützung weiterführen. Mit einem Betrag in Höhe von 25 Euro können Sie einer Familie im Gazastreifen eine Wolldecke für zwei Personen schenken.






