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Veranstaltungen zum Spendenaufruf

Die Humanitäre Hilfsorganisation WEFA setzt die Arbeiten fort, um in Europa das Bewusstsein zu helfen anzuregen. In diesem Zusammenhang hat WEFA in den Städten Hagen, Ludwigshafen und Köln Veranstaltungen zum Spendenaufruf organisiert.

Ein Gast dieser Veranstaltungen war der Schriftsteller Ramazan Kayan aus der Türkei. Ramazan Kayan, den man durch seine Artikel, Bücher, und Teilnahme an Fernsehsendungen kennt, brachte in seinen Reden zum Ausdruck, dass wir für die Menschheit verantwortlich sind und dass, wenn es ein Problem wie Armut gibt, wir uns um dieses kümmern müssen. „Wenn Sie in Ihrem Leben ein sich der Menschheit richtendes Programm oder Projekt haben, dann bedeutet dies, dass Sie sich gemäß dem Zweck Ihrer Erschaffung verhalten. Wenn Sie etwas Gutes für die Menschen tun, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Allah (SWT) schaut auf das, was wir für die Menschen tun. Wir müssen auf der Welt dort sein, wo es bedürftige Menschen gibt. Wir können nicht sagen, dass wir nicht gut genug für diese Arbeit sind und uns von dieser Verantwortung abwenden. Wir müssen die Tugend zeigen, für andere zu leben“, fügte Kayan seiner Rede hinzu.

 

Ramazan Kayan übermittelte auch seine Eindrücke von Ländern, wie Bangladesch, Malawi und Aceh, die er für Hilfszwecke besuchte: „Drei Mio. der fünf Mio. muslimischen Bevölkerung, die im Süden Myanmars leben, mussten das Land verlassen. Die restlichen zwei Mio. warten auf die Gelegenheit, fliehen zu können. Wir haben die Flüchtlingslager in Südbangladesch besucht, in denen die Rohingya-Flüchtlinge Zuflucht gesucht haben. In einem Lager leben 15.000 Menschen. Ich bin jemand, der auch die Lager der bosnischen, afghanischen und palästinensischen Flüchtlinge gesehen hat. Jedoch sehe ich ein derartiges Elend zum ersten Mal. An diesen Anblick hätte ich nicht im Traum gedacht. Die Menschen haben sich aus Baumästen und –blättern Hütten gebaut und schlafen auf dem Boden. Sie speisen Baumblätter und Gras, lassen das Regenwasser ruhen und decken damit ihren Wasserbedarf. Nach der Rückkehr in die Türkei erfuhr ich, dass 104 Menschen verhungerten. Ich denke, dass wir ständig diese Lager besuchen und den Menschen Brot verteilen und die schönen Seiten des Lebens mit ihnen teilen sollten. Wir haben auch die Waisenhäuser besucht, in denen Waisenkinder von Rohingya-Flüchtlingen untergebracht sind und mit ihnen unser Fasten gebrochen. Der Prophet (saw) sagte zu einem Mann, der über seine Hartherzigkeit klagte: „Streiche über den Kopf eines Waisenkindes, dies beseitigt die Hartherzigkeit.“ Ich werde die zwei Mahlzeiten zum Fastenbrechen, die in Saudi-Arabien und die  gemeinsam mit den Waisenkindern, mein Leben lang nicht vergessen.“

 

Die Gäste hatten im Anschluss die Gelegenheit Ramazan Kayan Fragen zu stellen und ein mit Autogramm versehenes Buch zu bekommen. Zudem besuchten sie während der Veranstaltung den Infostand WEFAs und ließen sich über die Hilfsprojekte informieren.

 

 

Die Veranstaltungen werden fortgesetzt

 

Die Veranstaltungen zum Spendenaufruf werden innerhalb Europas fortgesetzt. Diejenigen Institutionen, Moscheen oder Gemeinden, die eine derartige Veranstaltung organisieren möchten, können sich unter der Nummer 0049-(0)-221-880 64 80 informieren.

 

 

Welche Bedeutung hat der Begriff „İnfak“?


Der Begriff „İnfak“ bedeutet, dass ein Mensch seinen Besitz und seine Möglichkeiten auf dem Wege Allahs aufopfert. Allah verspricht dem Menschen, der ohne sich Sorgen über seine Zukunft zu machen „den Überschuss von dem, was er besitzt“ (Sure 2:219) spendet, als Gegenleistung  im Jenseits das Paradies und im Diesseits die Entsprechung dessen, was er gespendet hat.

 

„Sprich: ‚Wahrlich, mein Herr streckt aus und beschränkt dem von Seinen Dienern die Mittel zum Unterhalt, dem er will. Und was immer ihr spendet, er entspricht es; und er ist Bester der Versorger.‘“ (Sure Saba, Vers 39)


„Wahrlich, diejenigen, die Allahs Buch rezitieren und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, insgeheim und offenkundig spenden, rechnen mit einem Handel, der nicht ruiniert wird.“ (Sure Fatir, Vers 29)