Wohltätigkeit ist in Mauretanien
In Ramadan beschleunigt die humanitäre Hilfsorganisation WEFA die Wohltätigkeitshilfen. Die Spenden der Europäer, die ihre Hände und Herzen für Wohltätigkeit geöffnet haben, erreichen die entlegensten Ecken der Welt. Einer dieser Länder ist Mauretanien. Die Distribution wird in Mauretanien, in dem Bildungs-, Armuts- und Gesundheitsprobleme herrschen, fortgeführt. WEFA verteilt Iftar-Pakete und organisiert kollektives Iftar-Essen. Für die Hilfen haben sich die Mauretanier durch unsere Partnerorganisation Al Kahyr, die seit 2001 verschiedene Hilfsprojekte führt, bei den europäischen Spendern herzlich bedankt und ihnen ihre Grüße geschickt.
Mauretanien
Mauretanien (amtlich Islamische Republik Mauretanien) liegt im nordwestlichen Afrika, am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien, Mali und Senegal sowie an das von Marokko annektierte Territorium der Westsahara (Demokratische Arabische Republik Sahara). Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland und wurde seit dem Militärputsch am 8. August 2008 von einer Militärdiktatur regiert.
Mauretanien ist ein Mischgebiet arabischer und schwarzafrikanischer Völker. 13 % sind arabisch-berberische Mauren 23% El-Harathin schwarze Mauren der Rest gehört den schwarzafrikanischen Völkern der Toucouleur (38%), der Sarakolé (25 %), der Wolof (7 %), der Bambara (4 %), der Fulbe und anderen an. Etwa 5.000 Europäer (meist Franzosen) leben im Land.
Der Kompromiss zwischen den verschiedenen Kulturen Mauretaniens ist die Seele der Nation. Traditionell wird das Land – auch geographisch – gemäß diesen Volksgruppen in das sogenannte Ard al-Bīdān, was „Land der Weißen“ bedeutet, und Ard as-Sūdān, „Land der Schwarzen“, unterteilt. Diese oft benutzten Begriffe werden jedoch nicht pejorativ gedacht. Die Einteilung ist mehr wirtschaftlich-traditionellen als rassistischen Ursprungs.
An der Wende zum 20. Jahrhundert begannen die Franzosen von Süden her mit der Unterwerfung des Landes, das für sie vor allem strategische Bedeutung als Bindeglied zwischen west- und nordafrikanischen Besitzungen hatte. 1904 wurde das Gebiet französisches Territorium im Rahmen Französisch-Westafrikas (AOF), 1920 französische Kolonie, doch gelang es den Franzosen erst 1934 letzte Aufstände im Norden zu unterdrücken.
Am 28. November (Nationalfeiertag) 1960 erhielt das Land seine Unabhängigkeit. Ould Daddah, der sich auch „Vater des Vaterlandes“ nennen ließ, war von 1961 an darüber hinaus Staatspräsident sowie von 1964 an Generalsekretär der aus mehreren Parteien gebildeten Einheitspartei Parti du Peuple Mauritanien (PPM).






