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Ramadanfreude in der Mongolei

Die Ramadan-Kampagne der Humanitären Hilfsorganisation WEFA wird ununterbrochen fortgesetzt. WEFA lässt die Spenden von Wohltätern den Bedürftigen in allen Winkeln der Welt schleunigst zukommen.

Neben den Almosengaben (Zakat) und Pflichtgaben im Ramadan (Zakat-ul-Fitr), spenden die Wohltäter auch Iftar-Pakete, kollektive Iftar-Mahlzeiten sowie Festtagsgeschenke für Waisenkinder. Die Organisation, welche diese Spenden an Menschen in den entferntesten Winkeln der Welt zukommen lässt, war in den ersten Fastentagen bei den Bedürftigen in der Mongolei.

 

Iftar-Pakete an 500 Familien

 

Die Hilfsorganisation WEFA hat die Spenden der Wohltäter in Europa in die Mongolei gebracht. 500 Familien wurden Iftar-Pakete verteilt. Diese Familien werden gemeinsam mit ihren Kindern die Möglichkeit haben, im gesamten Fastenmonat mit diesen Lebensmittelpaketen ihr Fasten zu brechen.

 

Mongolei

 

Die Mongolei zwischen Zentral- und Ostasien gelegen, ist ein dünn besiedelter Staat. Sie hat nur zwei Nachbarn nämlich Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden. Die größte Stadt der Mongolei ist die Hauptstadt Ulaanbaatar, in der ein Drittel der ganzen Landesbevölkerung wohnt.

 

Das Territorium der heutigen Mongolei wurde, seit es besiedelt ist, von Nomaden beherrscht, die zeitweise Reiche gründeten, wie die Xiongnu oder die Xianbei. Im Jahre 1206 gelang es Dschingis Khan, die heterogenen Völker zu vereinigen und das Mongolische Reich zu gründen, das sich am Höhepunkt seiner Macht bis Europa erstreckte und das größte zusammenhängende Reich der Geschichte darstellt. Die Mongolen übernahmen auch die Herrschaft in China, wo sie die Yuan-Dynastie etablierten. Nach dem Zusammenbruch ihres Reiches verlegten sich die Mongolen wieder auf ihr traditionelles nomadisches Dasein mit gelegentlichen Raubzügen nach China. Ab dem 16. Jahrhundert kam das Land unter den Einfluss des Buddhismus, etwas später wurde der Großteil der Mongolei durch die Qing-Dynastie beherrscht. Nach deren Zusammenbruch erlangte die Mongolei mit russischer und später sowjetischer Hilfe die Unabhängigkeit, 1924 wurde die Mongolische Volksrepublik als zweiter kommunistischer Staat der Geschichte proklamiert. In der Folge machte das Land eine Entwicklung parallel zur Sowjetunion durch. Nach den Revolutionen im Jahr 1989 in Osteuropa kam es auch in der Mongolei zu politischen Änderungen; 1992 wurde eine neue, demokratische Verfassung angenommen und die Marktwirtschaft eingeführt.

Die Mongolei ist nicht zu verwechseln mit dem in der Volksrepublik China gelegenen Autonomen Gebiet Innere Mongolei. Zur genaueren Unterscheidung wird die Mongolei gelegentlich auch als Äußere Mongolei bezeichnet.

 

Die große Mehrheit der Bevölkerung der Mongolei (ca. 85 %) gehört zum Volk der Mongolen. Die Untergruppen dieses Volkes werden im Wesentlichen durch ihren jeweiligen Dialekt unterschieden. Vor allem im Westen des Landes (Bajan-Ölgii-Aimag und Chowd-Aimag) leben Minderheiten aus verschiedenen Turkvölkern, wie Kasachen und Tuwiner (Urianchai). Zugewanderte Russen und Chinesen leben vorwiegend in den Städten oder als Fachkräfte im Bergbau. Der Anteil der Russen ist nach der Demokratisierung allerdings stark zurückgegangen.

Die Chalca-Mongolische Sprache als wichtigster Vertreter der Mongolishcen Sprachfamilie ist die Muttersprache von etwa 85 % der ethnischen Mongolen. Der Rest setzt sich größtenteils aus Burjaten im Norden, Durbet im Nordwesten, Dariganga im Südosten und den Westmongolen (Qiraten u.ä.) im Westen zusammen. Die übrigen Minderheiten im Westen sprechen verschiedene turkische (vorwiegend Kasachisch) oder tungusische Sprachen. Die älteren Mongolen haben während des Sozialismus noch alle Russisch gelernt. Seit 2005 wird stattdessen Englisch an den Schulen als offizielle erste Fremdsprache gelehrt. Etwa 30.000 Mongolen sprechen Deutsch als Fremdsprache.

Die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen übersteigt nach Angaben der UNO 98 Prozent. Die mongolische Sprache wird in der Mongolei heute in einem geringfügig erweiterten kyrillischen Alphabet geschrieben. Die ursprünglich dem Uighurischen entstammende traditionelle Mongolische Schrift wird senkrecht geschrieben. Nach Ende der kommunistischen Vorherrschaft wurde offiziell ihre Wiedereinführung beschlossen, diese hat in der Praxis jedoch schon aus ökonomischen Gründen kaum Chancen, verwirklicht zu werden. In der Inneren Mongolei ist die traditionelle Schrift aber immer noch in Gebrauch.

 

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