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Kurban-Hilfe für unsere Waisenkinder in Mauretanien

Am ersten Tag des Opferfestes wurde mit der Unterstützung von Regierungsdelegierten in Nouakchott Kurban-Fleisch an arme Familien verteilt. Einigen dieser Familien kommt auch WEFAs Sponsoren-Projekt zugute.

Die Wohltäter in Europa übernehmen mit Hilfe der Organisation die Verantwortung für diese Waisenkinder und stehen ihnen monatlich mit einer finanziellen Unterstützung zur Seite.      

Das Kurban-Fleisch ist mehr als 2600 Waisenkindern, verwitweten Frauen und armen Menschen zugutegekommen.  

Mauretanien

Die Islamische Republik Mauretanien ist ein Land in Nordwest-Afrika. Die Bevölkerungszahl beträgt 3,5 Millionen Einwohner. Östlich des Landes befindet sich der Atlantische Ozean, südwestlich grenzt es an Senegal, südöstlich bis östlich befindet sich Mali, im Nordwesten Algerien und im Norden die Westsahara. Mauretanien ist nach Bolivien an Platz 29 der größten Länder der Welt. Es ist fast so groß wie Ägypten. Seiner geografischen Struktur nach ist es ein Flachland. Der Name des Landes stammt von dem Berberkönigreich von Mauretanien. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Nouakchott befindet sich an der atlantischen Küste.

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert sind Berberstämme aus Nordafrika eingewandert und haben die Barfour, die Vorfahren der heutigen mauretanischen Bevölkerung der Soninke, vertrieben. Die Bafour haben ursprünglich Landwirtschaft betrieben und waren das erste Volk, das innerhalb der Bevölkerung der Sahara das traditionelle Nomadenleben aufgegeben hat. Während die Sahara-Wüste zunehmend immer mehr austrocknete, sind sie südwärts gewandert.      

Stämme, die sich in der mittleren Region der Sahara befanden, sind den Barfour gefolgt und so nach Westafrika gewandert. Im Jahr 1076 führten Derwische, die beabsichtigten, den Islam zu verbreiten, die Almoraviden zum Krieg gegen das Ghana-Imperium an und eroberten es. In den darauffolgenden Jahren haben die Araber den Widerstand des einheimischen Volkes (Berber etc.) unterdrückt und auf diese Weise 500 Jahre lang über Mauretanien geherrscht.       

Während der Kriege zwischen 1644-1674, die vom Stamm der Beni Hassan (Hasaniden) angeführt wurden, blieben die Bestrebungen des Stammes, die jemenitischen Araber zu vertreiben, erfolglos. Man kann sagen, dass die Nachkommen des Stammes der Beni Hassan, also die Hasaniden eine sozusagen obere Klasse der maghrebischen Gesellschaft gebildet haben. Damit geht einher, dass die Behauptungen einiger berberischer Stämme, jemenitischer Herkunft zu sein, kaum bewiesen werden konnten.        

Die Franzosen haben Ende des 18. Jahrhunderts das Gebiet des heutigen Mauretaniens kolonisiert. Ab 1920 war Mauretanien eines der 8 Kolonien Französisch-Westafrikas. Mit der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1960 wurde die Hauptstadt Nouakchott gegründet.   

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit sind die Stämme aus Schwarzafrika (Halpulaaren, Soninke und Wolof) in großen Gruppen in ihr Land zurückgekehrt.  

Auch wenn die ethnischen Konflikte mit den Bürgerkriegen von 1989 einen Höhepunkt erreicht haben, scheinen sie seitdem gedämpft zu sein. Spannungen zwischen den verschiedenen Ethnien und das sensible Thema der Sklaverei sind wie in der Vergangenheit stets Hauptthemen der Diskussionen. Viele Gruppierungen in Mauretanien sind bestrebt, das Land zu einer pluralistischen und der Vielfältigkeit gegenüber offenen Haltung hin zu führen. Aus diesem Grund erfolgte am 5. August 2008 ein Militärputsch.