Ein gemeinsames Iftar-Essen auf den Philippinen
WEFA übermittelt im Fastenmonat Ramadan weiterhin die Spenden der europäischen Wohltäter in ferngelegene Orte. Eines dieser Orte sind die Philippinen.
Auf den Philippinen wurde 1500 Personen ein gemeinsames Iftar-Essen gespendet und an 100 Waisenkinder Festtagskleidungen und Geschenke verteilt.
Die Philippinen
Ganz im Gegenteil aller Behauptungen und Vermutungen bedeutet die Tatsache, dass die Welt durch Massenkommunikation und beschleunigte Verkehrswege ein kleines Dorf geworden ist, nicht, dass man auch über alles Bescheid weiß.
Nehmen wir einmal die Philippinen. Was kommt ihnen dabei in den Sinn? Wir wissen, dass es ein Land im Fernen Osten ist. Das 1450 (3 Jahre nach der Eroberung Konstantinopels) von Muslimen gegründete Sultanat von Sulu zeigt den Erfolg des Bestehens bis ins 20. Jahrhundert auf. Heutzutage ist der muslimische Bevölkerungsanteil auf diesem Staat und Archipel immer noch sehr hoch.
Die amtliche Bezeichnung ist Republik der Philippinen, auf der Sprache der Philippino “Republika Ng Pilipinas”. Die Philippinen sind ein Staat und Archipel im Pazifischen Ozean mit rund 7100 Inseln.
Fast die Hälfte der Landfläche ist von Wäldern bedeckt, wovon ein großer Teil Bäume, die einen hohen wirtschaftlichen Wert haben, darstellen.
Die Philippinen sind aufgrund der hohen Fruchtbarkeit ein Agrarland. Ein großer Teil der Ackerfelder wird dem Reisanbau gewidmet. Das zweite Produkt, das in großem Maße in die USA exportiert wird, ist Zucker.
Die malayischen Vorfahren der Philippinen erreichten den Archipel aus dem Süd-Osten des asiatischen Festlandes und aus der Region, in der sich heute Indonesien befindet. In dem Staat und Archipel lebt außerdem eine kleine Minderheit chinesischer, spanischer und indischer Herkunft. Die Ureinwohner waren die Negritos, auch Aeta genannt. Auf den Philippinen werden rund 70 bis 75 Sprachen und Dialekte gesprochen. Diese Sprachen sind grundsätzlich in 8 Gruppen unterteilt
Die Katholiken, die die größte religiöse Gemeinschaft auf den Philippinen darstellen (85.90 %), umfassen auch die Unabhängige Philippinische Aglipayan Kirche. Die größte religiöse Minderheit sind die Muslime (4-15 %) und die Protestanten der christlichen Kirche İglesia ni Kristo. Buddhisten und Animisten machen einen kleinen Teil aus.
Die erste Begegnung der Philippiner mit dem Islam begann im 9. Und 10. Jahrhundert mit ihrer Teilnahme am internationalen Meereshandel, der sich hauptsächlich unter der Kontrolle der Muslime befand und sich vom Roten Meer bis hin zum Chinesischen Meer erstreckte. In dieser Zeit kamen arabisch-muslimische Händler an einigen philippinischen Inseln vorbei, um Produkte, wie Schmuck, Gewürze und Baga zu kaufen und während ihrer Reise von Borneo nach China Unterkunft zu finden.
Sultan Sharif Abu Bakr ul-Hashim gründete das Sultanat von Sulu mit der Hauptstadt Jolo (1450).
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gründete der Sultan Sharif Muhammad Kabungsuvan, der von der Malaysia-Halbinsel über den Fluss Pulangi nach Cotobato gekommen war, das Sultanat von Maguindanao auf der Insel Mindanao (1515).
Die Spanier kamen erstmals mit einer Expeditionsgruppe unter der Leitung des portugiesischen Seefahrers Fernao de Magalhaes (Magellan) auf das philippinische Festland (1521).
Die muslimischen „Moros“, ein Begriff, mit dem die Spanier zunächst nur marokkanische und andalusische Muslime und später die gesamten Muslime bezeichneten, leben auf den Archipeln im Süden des Landes, wie Mindanao, Sulu und Palawan und stellen die Mehrheit der Bevölkerung in 5 Provinzen dieser Region dar (Tawi-Tawi, Sulu, Basilan, Maguindanao und Lanao del Sur). Ihre genaue Anzahl ist nicht bekannt.
Die Muslime eroberten zu unterschiedlichen Zeiten, abgesehen von der Zeit der Republik, den größten Staat der Geschichte, der von den Philippinern gegründet wurde. Während der Dynastie-Kämpfe waren sie intriganten Machtkämpfen ausgesetzt. Daraus resultierte schließlich, dass die Macht der Engländer aufstieg und die Spanier schwächer wurden.
In Folge des Spanisch-Amerikanischen Krieges im Jahr 1898 verlor Spanien seine Kolonie, die Philippinen an die USA.
Am 4. Juli 1946 wurde schließlich die Unabhängigkeit ausgerufen
1981 gründete man das Ministerium für muslimische Angelegenheiten, das 1984 in Office of Muslim Affairs and Cultural Communities'e (Amt für muslimische Angelegenheiten und kulturelle Gemeinden) umbenannt wurde.





