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Wohltätigkeitstüren in Ruanda

Auch in Ruanda öffnet WEFA die Türen der Wohltätigkeit. In diesem gesegneten Monat hat die Humanitäre Hilfsorganisation WEFA ebenso wie in zahlreichen Ländern weltweit, den Bedürftigen in Ruanda die helfende Hand gereicht. Viele Lebensmittelpakete zum Fastenbrechen (Iftar) bestehend aus Reis, Zucker, Fleisch, Öl, Fruchtsäfte, Milch, Obst, Bananen, Kartoffeln, Gemüse und Bohnen, wurden an Hilfsbedürftige verteilt. Nach der Verteilung haben sich die Bedürftigen bei den Wohltätigen und bei WEFA bedankt.

Ruanda:

 

Ruanda ist ein dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Wegen seiner in weiten Teilen hügeligen Landschaft wird es auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Auf seinem Staatsgebiet verläuft die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nil und des Kongo. Von 1884 bis 1916 war Ruanda eine deutsche Kolonie, 1962 erhielt es seine Unabhängigkeit von der UNO-Mandatsmacht Belgien. Nicht zuletzt wegen der Konflikte zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi – die im Völkermord an den Tutsi 1994 gipfelten – zählt das Land zu den ärmsten in Afrika, obgleich in den letzten Jahren Fortschritte zu verzeichnen waren.

Mit durchschnittlich 314 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Ruanda das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Der hohe Bevölkerungsdruck ist Ruandas Hauptstrukturproblem, da das Land kaum über Industrie und keine nennenswerten Ressourcen verfügt. Belastet wird das Land auch durch die hohe Zahl von Flüchtlingen, die v. a. aus der Demokratischen Republik Kongo nach Ruanda kommen.

 

Auf einen Arzt kommen 24.697 Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt ca. 46 Jahre – für Männer 44, Frauen 47 Jahre [9]. 31 % der Frauen nehmen Gesundheitsdienste bei der Geburt in Anspruch. 24 % der unter 5-jährigen Kinder sind fehlernährt. Die Sterblichkeit der unter 5-jährigen Kinder beträgt ca. 18–20 %. Die HIV-Prävalenz an der Gesamtbevölkerung wird mit 5,1 % angegeben; sie ist in den sexuell aktiven Bevölkerungsteilen jedoch höher.

 

In Ruanda lebt ein Volk mit einer gemeinsamen Sprache und Kultur. Die Kolonialmächte, zunächst Deutsche, dann Belgier, beschlossen, durch indirekte Herrschaft zu regieren und wollten keinen eigenen Verwaltungsapparat aufbauen. Sie unterstützten zunächst die herrschenden Eliten der Tutsi und versuchten sie für ihre Zwecke zu nutzen. Die Kolonialmächte definierten die gesellschaftlichen Kategorien von „Hutu“, „Tutsi“ und „Twa“ als „Stämme“, unterschieden nach rassistischen Kriterien bezüglich des Äußeren und des angeblichen Charakters, sowie nach der Wirtschaftbasis (Tutsi = Rinderzüchter; Hutu = Bauern; Twa = Jäger/Sammler, Töpfer).

 

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