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WEFA heilt Wunden in Pakistan

Die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation WEFA setzt ihre Hilfsnotaktionen für die 30 Millionen Flutopfer in Pakistan mit großer Dringlichkeit fort.

In der Provinz Punjab unterstützt WEFA mit der Verteilung warmer Mahlzeiten ein Projekt, welches täglich 5000 Menschen zugutekommt. WEFA verteilte auch hier Nahrungsmittelpakete für den Fastenmonat Ramadan. Um den Bedarf an Kleidung zu decken, wurden Stoffe gekauft, Kleidungsstücke genäht und anschließend verteilt. In den vergangenen Tagen wurden zudem Schuhe, Decken und Haushaltswaren verteilt. WEFA hilft und unterstützt außerdem im Rahmen des Sponsoren-Projekts für Waisen Kinder ohne Familien.

   

In welchen Regionen führt WEFA welche Projekte durch?

 

WEFA organisiert Projekte in 5 Regionen/Provinzen Pakistans, die von der Flutkatastrophe betroffen sind:

 

1.   Gilgit-Baltistan

 

2.   Asad Kashmir

 

3.   Khyber Pakhtunkhwa

 

4.   Punjab

 

5.   Sindh

 

 

Die Hilfsprojekte:

 

 

·           Eine tägliche Verteilung warmer Mahlzeiten an 5000 Menschen in Punjab

 

·           Verteilung von Nahrungsmittelpaketen im Fastenmonat Ramadan

 

·           Um den notwendigen Bedarf an Kleidung zu decken, werden im Atelier in Islamabad

Stoffe gekauft und zu Kleidungsstücken verarbeitet, die anschließend verteilt werden.    

 

·           Verteilung von Schuhen

 

·           Verteilung von Decken

 

·           Verteilung des notwendigen Bedarfs an Haushaltswaren (Töpfe etc.)

 

·           Ärzte aus der Türkei führen mit einer mobilen Klinik Untersuchungen durch, da

Malaria- und Cholera-Gefahr besteht

 

·           Sponsoren-Projekt für Waisenkinder

  

·           WEFA-Häuser konstruiert aus Beton und Zielgelsteinen und ausgestattet mit zwei Zimmern, einer Küche, einem Bad und einem WC

 

Hilfsprojekte die sich noch in Arbeit befinden und baldmöglichst umgesetzt werden:

 

 

·           Verteilung von Saatgut und Düngermittel für die überfluteten Ackerfelder

 

·           Verteilung von Traktoren

 

·           Verteilung von Groß- und Kleinvieh

 

 

Die aktuelle Situation in Pakistan

 

Bei der Flut und den Monsunregen, die das Leben in Pakistan zum Stillstand gebracht haben, kamen mehr als 2000 Menschen ums Leben und mehr als 30 Millionen wurden schwer betroffen. 6 Millionen Menschen benötigen dringend Nahrungsmittel und sauberes Wasser. 3,5 Millionen Kinder sind erkrankt und fast 2 Millionen Menschen sind obdachlos. Der pakistanische Außenminister Shah Mahmood Qureshi teilte mit, dass das Land es nicht alleine schaffen werde, diese extreme Katastrophe, von der es getroffen wurde, zu überwinden. Im Falle, dass Pakistan alleingelassen werde, würden Millionen Menschen an Hungersnot sterben. In einigen Regionen seien Kinder bereits an Hungersnot gestorben.

 

Dem pakistanischen Krisenzentrum nach sind die Regionen Belutschistan, Punjab, Khyber Pakhtunkhwa und Sindh am schwersten betroffen. Die Vereinten Nationen warnen vor dem Risiko der Verbreitung von Krankheiten und Seuchen, an denen 3,5 Millionen Kinder durch die Katastrophe bereits erkrankt sind. Der OCHA-Sprecher der UN (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) Maurizio Giuliano sagte, dass das Wasser und die Gesundheit die größten Sorgen bereiten würden. Bei der Verhinderung tödlicher Krankheiten spiele sauberes Wasser eine wesentliche Rolle. Die Fluten hätten das Wasser verdreckt. Auch die Weltgesundheitsorganisation trifft Vorkehrungen für einen eventuellen Ausbruch von Cholera, wovon hunderttausende Menschen betroffen werden würden, obwohl diese Krankheit in Pakistan bisher nie aufgetreten war.   

 

Mehr als die Hälfte des Landes, mit einer Bevölkerungsdichte von 180 Millionen Einwohnern wurde von der Flutkatastrophe getroffen, hiervon am meisten betroffen sind Kinder. In Regionen in denen kein sauberes Wasser, keine Nahrungsmittel und Medikamente vorhanden sind, leiden die Kinder an Seuchen.     

 

Die zuständigen Hilfskräfte teilten mit, dass sich die Flutopfer in einer sehr schweren Situation befinden und die Menschen in den betroffenen Regionen in allen Bereichen, d. h. von Nahrungsmitteln über Kleidung und Medikamente bis hin zur Unterkunft dringend Hilfe benötigen.  

 

Pakistan, das im Arabischen Meer in Südasien zwischen dem Iran und Afghanistan liegt und nördlich an China grenzt, hat eine Gesamtfläche von 803.940 km². Bei einer Bevölkerungszahl von ca. 180 Millionen Einwohnern liegt die durchschnittliche Lebenserwartungsdauer bei 61 Jahren.   

 

97 Prozent der Bevölkerung Pakistans, die aus Panjabern, Sindhi, Paschtunen, Belutschen und der Minderheit der Muhajir besteht, sind Muslime, die Übrigen sind Christen, Hindus und Angehörige anderer Religionen. 

 

Die Kaufkraft der Bevölkerung ist sehr gering in dem Land, in dem fast jeder Englisch spricht. Pakistan wird jährlich von Monsunregen heimgesucht, doch dieses Jahr entwickelte sich das Ganze zu einer Katastrophe. Die Monsunregen, bei denen 10-mal mehr Niederschlag als durchschnittlich fiel, haben dem Agrarland Pakistan in diesem Jahr den Tod gebracht anstelle von Leben. Bei der Katastrophe, die Mitte Juli begann, wurden zahlreiche Häuser, Straßen und Brücken, also fast die gesamte Infrastruktur des Landes zerstört.

 

Der im Swat-Tal im Norden Pakistans entspringende Fluss Indus, der in Jammu und Kaschmir entspringende Fluss Jehlam, der Fluss Chenab und die Flüsse Ravi und Satluj, die durch Indien fließen, sind durch die Monsunregen gestiegen und haben zuerst die Stadt Peshāwar überflutet.   

 

In den von den Fluten am meisten betroffenen Regionen Belutschistan, Punjab, Khyber Pakhtunkhwa und Sindh sind Häuser, Straßen, Brücken und Ackerfelder völlig zerstört.

 

Ein großer Teil des Ackerlandes, das die wesentlichste Einkommensquelle des Landes darstellt, steht unter Wasser. Ein großer Teil der Felder des Mango-, Äpfel- und Quittenanbaus und des Tomaten-, Gurken-, Weizen- und Baumwollanbaus wurde vernichtet.   

 

In den Regionen, in denen das Wasser bereits wieder zurückgeht, finden die Flutopfer, die aufgrund ihrer zerstörten Häuser obdachlos geworden sind, Unterkunft in Zelten verschiedener Hilfsorganisationen. 

 

Die größten Todesopfer in den betroffenen Regionen sind Frauen und Kinder. Pakistanische Kinder suchen gemeinsam mit den Tieren Schutz vor der Hitze, die bereits 50 Grad erreicht hat, in verseuchten Wasserbecken, die durch die Flut und den Regen entstanden sind. Ahnungslos darüber, welcher Gefahr sie ausgesetzt sind, begeben sich die Kinder in das verseuchte Wasser.  

 

Mit dem Rückgang des Wassers bereitet die Verbreitung von Krankheiten, wie Kinderlähmung und Cholera die größte Sorge. 

 

500.000 schwangere Frauen in Pakistan erwartet nun eine Zeit ernster und folgenschwerer Probleme. Die Menschen in Pakistan, die bereits unter schwierigen Lebensbedingungen leiden, benötigen dringend Unterkünfte, sauberes Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente.  

 

Es wird betont, dass soziale Probleme auftreten, falls die Menschen in Pakistan nicht in ihre beheimateten Orte zurückkehren können und dass für die Opfer nach der Katastrophe dringende Rehabilitationsmaßnahmen benötigt werden.